… oder wenn Lieblingskunden Bücher schreiben und einen Verlag suchen. Ein Beitrag der Limes-Buchhandlung zur Entwicklungs- und Entstehungsgeschichte einer Beziehung.
Wenn man in einer Buchhandlung arbeitet, hat man was zu erzählen …
Bücher gibt es, jeder weiß es, wie Sand am Meer, Leser erheblich weniger, kaufwillige Kunden noch weniger, und Lieblingskunden erst … klagen möchte ich trotzdem nicht. Ich habe eine ganze Menge Lieblingskunden. Eine äußerst seltene Spezies sind allerdings Lieblingskunden, die es schaffen, ein Buch zu schreiben, und die es tatsächlich fertigbringen, dieses herauszubringen, also richtig gebunden – sogar mit Lesebändchen. Doch es gibt sie! Immer mal wieder begegnete ich während meines fast dreißigjährigen Berufslebens dieser schützenswerten Art. Jetzt sind es gleich zwei auf einen Streich: Sigrid und Michael. (weiterlesen & kommentieren…)
In Zukunft werde ich ein Buch mit noch mehr Hochachtung in die Hände nehmen, weil ich nun wirklich weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt.
Das Schreiben rückt dabei ja fast in den Hintergrund. Die sieben Jahre, die wir dafür gebraucht haben, waren fast nur just for fun. Dann aber ist es aus mit Lustig, zumindest bei uns, weil wir ja zweigleisig fahren, zum einen sind wir Autoren, zum anderen verlege ich das Buch auch selbst, sonst wird einem wahrscheinlich ganz viel professionell abgenommen.
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Immer wieder anklingeln
In den Anfängen unseres gemeinsamen Schreibens, als noch keiner von uns beiden ahnte, wie es sich irgendwann entwickeln würde, als der point of no return bloße Zukunft war: wir zwei – schreibend. In unseren Ritualgläsern ein tiefdunkler Barolo, eingeschenkt aus einer Dekantierkanne. Wir zelebrieren das Anklingeln, wir riechen an der dunklen, dicken Flüssigkeit. Ungefähr dreizehn Jahre lag die Flasche in Michaels tiefem Keller, ungestört reifte der Wein heran, träge floss er über unsere Zunge, rann langsam, ganz viel Aroma hinterlassend, die Kehle hinab. Wir beginnen etwas Neues, hauchen ihm Leben ein. Noch weiß keiner, was endgültig daraus werden wird, aber es gibt eine Zwillingsflasche zu diesem Wein, und wir beschließen, wann wir diese öffnen werden …
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Rienharzer Sägmühle
Aus den Niederungen der Sägmühle begeben wir uns auf die Höhe der Schwäbischen Alb, und wir erreichen Münsingen zügiger, als wir erwartet haben. Zeit für eine Tasse Kaffee und eine Zigarette, wir sind einfach total aufgeregt.
Bei einem Mittagessen treffen wir Herrn Wiedemann vom Werbeatelier Wiedemann in Münsingen, den wir bisher nur telefonisch kennen. Die Wellenlänge stimmt sofort, er ist ein Enthusiast wie wir und vernarrt in schöne Bücher, egal ob sie in seinem Verlag erscheinen, oder ob er sie im Auftrag anderer Verleger druckt.
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Obwohl, oder vielleicht auch gerade weil sich zurzeit einiges rund um die Fertigstellung und die Veröffentlichung des ersten Bandes Eins von Fynf tut, ist der letzte Blogbeitrag nun auch schon wieder eine Woche alt. Deshalb möchte ich als „Verwalter des Weblogs“ Ihnen, liebe Leser, einen kleinen Überblick darüber geben, was sich gerade tut, und was Sie in nächster Zeit hier erwartet.
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